Erzeuger > GB-Markt > GB-Transaktionen 

GB-Transaktionen

Verkauf von grünen Bescheinigungen

Die CWaPE genehmigt Ihnen grünen Bescheinigungen für Energie, die durch Ihre Anlage gemäß den für diese geltenden Genehmigungsregelungen erzeugt wird. Bei einer grünen Bescheinigung handelt es sich um einen immateriellen Titel, welcher nur einen finanziellen Wert annimmt, wenn er verkauft wird. Sobald die grünen Bescheinigungen auf Ihrem Wertschriftenkonto eingereicht wurden, ist es erforderlich, für ihre Verwertung einen Käufer zu finden und mit diesem einen Vertrag abzuschließen.

  • An wen kann ich meine grünen Bescheinigungen verkaufen?
  • Vermittler auf dem Strommarkt

    Jede physische oder juristische Person, die bei der CWaPE eingetragen ist, kann Transaktionen mit grünen Bescheinigungen durchführen. Es ist daher möglich, dass Endkunden z. B. mittelfristig beschließen, die ihrem Verbrauch entsprechenden grünen Bescheinigungen direkt zu kaufen, um sie anschließend an ihre Stromversorger abzutreten und damit einen Strompreis ohne die mit den grünen Bescheinigungen verbundenen Aspekte auszuhandeln.

    BELPEX, die belgische Energiebörse, hat eine Börse für grüne Bescheinigungen eingerichtet, welche ihre Aktivität im Jahr 2009 aufgenommen hat. Diese Börse hat den Vorteil, dass sie die Anonymität zwischen Käufern und Verkäufern bei der Transaktion garantiert und einen Kassapreis der grünen Bescheinigung bietet.

    GB-Börse

    Ab 6. Mai 2009 erweiterte die Börse für grüne Bescheinigungen, BELPEX, ihre Leistungen auf den wallonischen Markt.

    Pressemitteilung BELPEX-CWaPE
    Liste der GB-Käufer

    Die Liste zum Download enthält ausschließlich Kontaktdaten von Einheiten, die ausdrücklich bei der CWaPE angefordert haben, sich als potenzielle Käufer von grünen Bescheinigungen kenntlich zu machen. Wenn Sie möchten, dass Ihre Kontaktdaten auf dieser Liste aufscheinen oder falls Sie Ihre Kontaktdaten abändern möchten, richten Sie Ihre Anfrage bitte per E-Mail an Frau Julia Pawlowska.

    Steuerliche Aspekte der GB

    Einleitende Bemerkung: Das Steuerwesen gehört selbstverständlich nicht zur normalen Regulierungstätigkeit, die der CWaPE per Dekret obliegt. Die folgenden Elemente dienen nur zu Informationszwecken und es kann der CWaPE durch niemanden und auf keiner Grundlage irgendeine Haftung zugewiesen werden, falls die genannten Elemente später angefochten oder zurückgenommen werden.

    Der vorliegende Abschnitt behandelt grüne Bescheinigungen unter dem Gesichtspunkt der MwSt., der Körperschaftsteuer, der Steuern für physische Personen sowie der Pauschal-Steuerbemessungsgrundlagen (Landwirte).

    Für jegliche zusätzlichen Informationen bitten wir Sie, sich an den FÖD Finanzen zu wenden – telefonisch (Kontakt-Center: 0257 257 57; Normaltarif, werktags von 8 Uhr bis 17 Uhr) oder über das Kontaktformular.

    MwSt.-Aspekte

    In ihrer Entscheidung Nr. ET113522 vom 26.02.2008, analysiert die Steuerverwaltung die grünen Bescheinigungen als Rechte, die Lizenzrechten ähnlich sind. Ihre Übertragung ist damit für die Dienstleistungserbringung gemäß Artikel 18, §1, Absatz 2, 7 des MwSt.-Gesetzes qualifiziert. Diese Abtretung unterliegt der MwSt. zum normalen Satz, wenn sie als landesintern erfolgt gilt. In diesem Bereich ist keine Freistellung anwendbar.

    Am 28. Oktober 2014 hat sich der FÖD Finanzen näher zu dem MwSt.-System auf dem Gebiet der Elektrizitätserzeugung und der Vermarktung von grünen Bescheinigungen durch Endverbraucher geäußert. Er untersucht in seiner MwSt.-Entscheidung, Nr. E.T.114.454, dd. 28.10.2014 das Thema des Verkaufs von grünen Bescheinigungen im Zusammenhang mit dem Thema einer eventuellen Lieferung von Elektrizität im Sinne der Steuergesetzgebung (MwSt.). Es wird e zwischen der Situation eines Erzeugers, der über einen einzelnen Zweirichtungszähler verfügt, und der Situation eines Erzeugers, der über eine doppelte Zählvorrichtung verfügt, unterschieden.

    Die folgende, durch die CWaPE erstellte Zusammenfassung soll einen Überblick über die Entscheidung der Steuerverwaltung vom 28. Oktober 2014 geben, deren Text gegenüber jeglicher abweichender Auslegung, die sich aus der vorliegenden Mitteilung ergeben kann, Vorrang hat.

    Die Verpflichtung oder Nicht-Verpflichtung des Besitzes einer gültigen Lieferlizenz für Elektrizität in der Wallonischen Region ist nicht mit der anwendbaren Steuerregelung verbunden: In dieser Hinsicht ist auf die Artikel 30 ff. des Dekrets vom 12. April 2001 bezüglich der Organisation des regionalen Strommarkts zu verweisen.

    MwSt.-Regelung in Zusammenhang mit einem Zweirichtungszähler oder mit Ausgleich

    Die Steuerverwaltung unterscheidet zwei Fälle, wenn in das Netz eingespeiste Energie vom Verbrauch des Erzeugers abgezogen wird: Entweder führt dieser keine Aktivität durch, für welche er der MwSt. unterworfen ist, oder er führt anderweitig eine Aktivität durch, für welche er der MwSt. unterworfen ist.

    Falls der Erzeuger keine Aktivität durchführt, für welche er der MwSt. unterliegt, ist eine Lieferung von Strom, die die fällige MwSt. wieder einbringt, ausgeschlossen. Zudem unterliegt die Vermarktung von grünen Bescheinigungen nicht der MwSt.

    Falls der Erzeuger anderweitig eine Aktivität durchführt, für welche er der MwSt. unterworfen ist, geht der FÖD Finanzen ebenfalls davon aus, dass es keine Lieferung von Strom gibt, die die fällige MwSt. wieder einbringt, doch die Vermarktung der grünen Bescheinigungen unterliegt der MwSt. (Dienstleistungserbringung) zum normalen Satz.

    Wenn der Erzeuger ein befreiter Steuerpflichtiger ist (ohne Recht auf Abzug), welcher die Eigenschaft eines Steuerpflichtigen mit Recht auf Abzug ausschließlich aufgrund von Vermarktung von grünen Bescheinigungen erhält, unterliegt er der Freibetrag-Regelung laut Artikel 56 a des MwSt-Gesetzes (Kleinunternehmen), wenn sein Jahresumsatz nicht den in Artikel 1 desAR Nr. 19 vom 29. Juni 2014 festgelegten Schwellenwert übersteigt. Gemäß Artikel 56 a, § 6 des MwSt.-Gesetzes kann er sich für die Anwendung der normalen Regelung entscheiden.

    MwSt.-Regelung in Verbindung mit der Doppelzähleinheit (zwei Zähler oder Doppelzähler)

    Wenn der Produktionsüberschuss durch den Erzeuger weiterverkauft wird, wird eine Unterscheidung genauso durchgeführt, wie wenn der Erzeuger eine andere Aktivität, für welche er der MwSt. unterliegt, durchführt oder nicht durchführt.

    Falls der Erzeuger keine Aktivität durchführt, für welche er der MwSt. unterliegt, variiert die Steuerregelung je nach Leistung der Anlage:

    Anlage ≤ 10 kVA
    Falls die Leistung der Anlage 10 kVA nicht überschreitet, gibt es für die Zwecke der Anwendung der MwSt.-Gesetzgebung keine Stromlieferung, aus welcher sich eine MwSt.-Belastung ergibt. Die Vermarktung von grünen Bescheinigungen unterliegt ebenfalls nicht der MwSt.

    Installation > 10 kVA
    Falls die Leistung der Anlage 10 kVA überschreitet, liegt für die Zwecke der Anwendung der MwSt.-Gesetzgebung eine Stromlieferung vor, aus welcher sich eine MwSt.-Belastung ergibt: Der Erzeuger wird für diese Aktivität steuerpflichtig und die von ihm durchgeführten Stromlieferungen unterliegen der MwSt. zum normalen Satz. Die Vermarktung von grünen Bescheinigungen unterliegt ebenfalls der MwSt. zum normalen Satz.

    Der Erzeuger unterliegt der Freibetrag-Regelung laut Artikel 56 a des MwSt.-Gesetzes (Kleinunternehmen), wenn sein Jahresumsatz nicht den in Artikel 1 desAR Nr. 19 vom 29. Juni 2014 festgelegten Schwellenwert übersteigt. Gemäß Artikel 56 a, § 6 des MwSt.-Gesetzes kann er sich für die Anwendung der normalen Regelung entscheiden.

    Falls der Erzeuger anderweitig eine Aktivität ausführt, für welche er der MwSt. unterliegt, wird keine Unterscheidung mehr nach Leistung der Anlage vorgenommen: Für die Zwecke der Anwendung der Steuergesetzgebung gibt es eine Stromlieferung zum normalen MwSt.-Satz und die Vermarktung der grünen Bescheinigungen unterliegt der MwSt. zum normalen Satz.

    Wenn der Erzeuger für seine andere Aktivität ein befreiter Steuerpflichtiger ohne Recht auf Abzug ist und die Eigenschaft eines Steuerpflichtigen mit Recht auf Abzug ausschließlich aufgrund von Stromlieferung und Vermarktung von grünen Bescheinigungen erhält, unterliegt er der Freibetrag-Regelung laut Artikel 56 a des MwSt-Gesetzes (Kleinunternehmen), wenn sein Jahresumsatz nicht den in Artikel 1 desAR Nr. 19 vom 29. Juni 2014 festgelegten Schwellenwert übersteigt. Gemäß Artikel 56 a, § 6 des MwSt.-Gesetzes kann er sich jedoch für die Anwendung der normalen Regelung entscheiden.

    Körperschaftsteuer
    Einkommen im Zusammenhang mit grünen Bescheinigungen

    Der Status des Stromerzeugers ist durch das Gesetz vom 29. April 1999 sowie durch dessen abgeänderte Version vom 20. Juli 2006 bezüglich verschiedener Bestimmungen vorgesehen.

    Was den Erzeuger betrifft, sind die Einkommen im Zusammenhang mit grünen Bescheinigungen Teil des steuerpflichtigen Gewinns für Körperschaftsteuern.

    Es ist festzuhalten, dass aufgrund des Gesetzes vom 20. Juli 2006 die Steuerpflichtigen, die der Steuer für juristische Personen unterliegen und deren Aktivität vor allem oder teilweise in der Stromerzeugung zwecks Verkauf besteht, der Körperschaftsteuer auf Grundlage des ersten Besteuerungszeitraums, der nach dem 31. Dezember 2006 abgeschlossen wurde, unterliegen. Diese Regel ist jedoch nicht auf diese Steuerpflichtigen anwendbar:

    • im Falle von Nebenaktivitäten, die in der Stromerzeugung auf Grundlage von erneuerbaren Energien oder von Kraft-Wärme-Kopplung von Dampf und Elektrizität auf Grundlage von Erdgas bestehen oder
    • im Falle von Aktivitäten, die in der Stromerzeugung bestehen, für welche vor allem ein Primärmaterial aus einer Aktivität der Abfallaufbereitung eingesetzt wird – an demselben Einsatzort

    Kosten im Zusammenhang mit grünen Bescheinigungen

    Die Kosten für den Kauf von grünen Bescheinigungen stellen von der Körperschaftsteuer absetzbare Ausgaben dar. Dies gilt jedoch nicht für Geldstrafen, die in Artikel 39 des Dekrets vom 12. April 2001 für den Fall der Unzulänglichkeit der grünen Bescheinigungen vorgesehen sind. Der Staatsrat, Abteilung für Gesetzgebung, hat diese Geldstrafen als Verwaltungsstrafen mit repressivem Charakter betrachtet. Unter Berücksichtigung von Artikel 53 des CIR können diese Geldstraßen auf Grundlage des Kommentars der Abteilung für Gesetzgebung nicht abzugsfähig sein, was die Betreiber betrifft, die der Körperschaftsteuer unterliegen.

    Steuer für physische Personen

    Bezüglich der Steuer für physische Personen werden die Einkommen aus dem Verkauf grüner Bescheinigungen, welche durch Einzelpersonen erhalten werden, die als Lieferanten für grüne Energie fungieren, grundsätzlich nicht als steuerpflichtige Einkünfte betrachtet, sofern diese Energie mit Anlagen erzeugt wird, die ausschließlich in privaten Bereich eingesetzt werden (Mündliche Fragen Nr. 5400 und 5401 von Hr. Prévot dd. 20.05.2008, Analyse-Berichterstattung, Finanzausschuss der Kammer, Com 219, S. 16-18).

    Pauschal-Steuerbemessungsgrundlage - Landwirte

    Das Produkt des Verkaufs von grünen Bescheinigungen, welches ein Landwirt im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit wahrnimmt, stellt ein zu versteuerndes Einkommen im Sinne des folgenden Artikels dar: 24 al. 1. Nr. 1, CIR 92 und das unabhängig von der Tatsache, ob er Abschreibungen für Photovoltaik-Zellen zu Beginn der Grünstrom-Erzeugung beanspruchte.

    Das entsprechende Produkt des Verkaufs grüner Bescheinigungen ist für die berufliche Teilquote als ein ergänzender Gewinn, der individuell bestimmt wird, dem halben landwirtschaftlichen Nettogewinn hinzuzufügen (Verwaltungsrichtlinien und -kommentare/Pauschal-Steuerbemessungsgrundlagen (Nummer 0111/2012)).