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Der Budgetzähler

Was ist ein Budgetzähler?

Bei einem Budgetzähler handelt es sich um einen Zähler, der wie ein klassischer Zähler funktioniert, jedoch zusätzlich über eine "Vorauszahlungs"-Funktion verfügt - ein bisschen wie Guthabenaufladungen für das Mobiltelefon.

Mit einem Budgetzähler verfügen Sie über eine Karte, die Sie mit dem gewünschten Betrag aufladen, damit Sie Strom oder Gas verbrauchen können - je nachdem, ob Sie einen Budgetzähler für Strom oder für Gas (oder für beides) einsetzen.

Die Tatsache, über einen Budgetzähler zu verfügen, führt weder zu einer Änderung bei der Verwendung von Geräten noch bei der verfügbaren Leistung.

Dieser Zähler wird entweder auf Antrag des Kunden oder auf Antrag des Lieferanten angebracht, und zwar falls der Kunde auf Zahlungsprobleme stößt.

Der VNB platziert den Strom-Budgetzähler, es sei denn, technische, medizinische, soziale oder strukturelle Gründe verhindern die Anbringung. Die Regierung muss die oben genannten Gründe definieren sowie die Alternative(n) festlegen.

Der Kunde kann die Anbringung des Strom-Budgetzählers auch ablehnen. Im Falle einer schriftlich oder elektronisch vorgebrachten Anfechtung beim Verteilnetzbetreiber wird die Frist für die Anbringung des Budgetzählers ausgesetzt, um es dem Netzbetreiber zu ermöglichen, die Situation des Kunden zu analysieren, bevor er das Verfahren gegebenenfalls weiterverfolgt. Das Verfahren für die Anfechtung muss durch die Regierung definiert werden.

Durch einen Budgetzähler kann ich ...
  • mein Budget für Energieausgaben besser kontrollieren, da ich meinen Verbrauch im Voraus bezahle
  • meinen Verbrauch besser nachverfolgen und das verfügbare Guthaben in Echtzeit erfahren
  • ... und gleichzeitig kann ich weiterhin von der Auswahl meines Lieferanten profitieren
In der Praxis

Die Anbringung des Budgetzählers wird durch Ihren Verteilnetzbetreiber (das heißt durch Ihre interkommunale oder staatliche Stelle) durchgeführt.

Es wird eine Reserve in den Budgetzähler integriert, was es Ihnen erlaubt, Strom/Gas für jene Zeit zur Verfügung zu haben, in der Sie Ihre Guthabenkarte aufladen müssen.

ACHTUNG!

Vor jeder Änderung müssen Sie Ihrem Zähler Ihre Karte zuführen.

Wo lade ich die Karte für meinen Zähler auf?
  • im Empfangsbüro Ihres Verteilnetzbetreibers
  • in manchen ÖSHZ (zögern Sie nicht, das ÖSHZ Ihrer Gemeinde zu kontaktieren, um zu erfahren, ob es über eine Aufladestation verfügt)
  • über bestimmte XENTA Bank-Terminale
Keine Rechnungen mehr?

Ein Kunde, der einen Budgetzähler verwendet, erhält keine Rechnungen von Vermittlern mehr.

Einmal pro Jahr erhält der Kunde eine Ausgleichsrechnung die alle Informationen über den Jahresverbrauch anführt. Diese Rechnung führt die über die Karte des Budgetzählers aufgeladenen Beträge auf und ermöglicht die Anpassung von Unterschieden zwischen dem Tarif, der für den Budgetzähler eingestellt wird, und dem Tarif Ihres Lieferanten.

So gibt es keinen Tarifunterschied, falls Sie einen Budgetzähler verwenden; Ihr Verbrauch wird zum selben Tarif verrechnet, wie wenn Sie einen klassischen Zähler verwenden würden.

Wie viel kostet das?
  • Falls der Budgetzähler von Ihrem Lieferanten angefordert wird und Sie ein "geschützter Kunde" sind: Die Anbringung des Budgetzählers ist kostenlos.
  • Falls der Budgetzähler von Ihrem Lieferanten angefordert wird und Sie kein "geschützter Kunde" sind: Die Kosten für die Anbringung des Budgetzählers sind auf 100 EUR für Strom sowie 150 EUR für Gas begrenzt.
  • Falls Sie selbst die Anbringung des Budgetzählers angefordert haben: Der Betrag für die Anbringung geht zu Ihren Lasten. Sie können diesen Betrag durch Kontaktaufnahme mit Ihrem Verteilnetzbetreiber (VNB) in Erfahrung bringen.
Ich bin geschützter Kunde und ich habe einen Budgetzähler

Der geschützte Kunde, der über einen Budgetzähler verfügt, wird durch seinen Verteilnetzbetreiber (VNB) zum Sozialtarif versorgt.

Bei Strom:

Es gibt weder eine Änderung bei der Verwendung des Budgetzählers noch bei der verfügbaren Leistung.

Falls Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Ihre Guthabenkarte nicht aufladen können, sichert Ihnen der Budgetzähler eine auf 10 Ampère begrenzte Versorgung, sodass es zu keiner Abschaltung Ihrer Versorgung kommt.

Diese Versorgung muss jedoch gegenüber Ihrem VNB gemäß den mit ihm besprochenen Modalitäten vergütet werden.

Bei Gas:

Es gibt weder eine Änderung bei der Verwendung des Budgetzählers noch bei der verfügbaren Leistung.

Falls Sie im Winter (das heißt vom 1. November bis zum 15. März) Ihre Guthabenkarte nicht aufladen können, können Sie Ihren Verteilnetzbetreiber (VNB) kontaktieren, um eine Gasversorgung beanspruchen zu können, sodass es zu keiner Abschaltung Ihrer Versorgung kommt.

Diese Versorgung muss jedoch gegenüber Ihrem VNB gemäß den mit ihm besprochenen Modalitäten vergütet werden.

Formular für die Beantragung einer Gasversorgung im Winter – AUSSCHLIESSLICH geschützter Kunde

Broschüren
Studie über Budgetzähler

Am 14. Dezember 2015 beantragte der Minister für Energie, Herr Paul Furlan, bei der Regulierungsbehörde die Abgabe einer Stellungnahme, um die Strategie der Budgetzähler hinsichtlich anderer Entschuldungsstrategien für Energieschulden zu bewerten.

In diesem Rahmen hat die CWaPE einen begleitenden Ausschuss eingerichtet, welcher aus Akteuren des Energiesektors sowie Sozialverbänden besteht. Mit diesem hat sie mehrere Sitzungen organisiert.

In ihrer Studie schlug die CWaPE einen dreistufigen Ansatz vor, um Empfehlungen zu erzielen. Die drei Schritte sind folgende:

  1. Technologischer Kontext: Die Herstellung von elektromechanischen Zählern soll verschwinden, um durch elektronische Zähler ersetzt zu werden, die über Mess-, Kontroll- und Kommunikationsfunktionen verfügen;
  2. Quantitativer Ansatz: Vergleich der gesellschaftlichen Kosten des Verfahrens bei Zahlungsausfall auf Grundlage des Budgetzähler-Systems in der Wallonischen Region - dieses basiert auf dem System des Leistungsbegrenzers in der Region Brüssel-Hauptstadt;
  3. Qualitativer Ansatz: Bewertung der gemachten Erfahrungen von Haushalten, die das System verwenden oder verwendet haben - anhand einer telefonischen Umfrage bei 1200 Anwendern.

Nach ihrer Umfrage organisierte die CWaPE 4 "Focus-Gruppen", bestehend aus 8 bis 10 Anwendern des Budgetzählers, um die Ergebnisse ihrer Befragung besser nachvollziehen zu können, um Fragen zu untersuchen, die nicht in der Befragung angesprochen wurden und um sich auf die Erfahrung des Budgetzählers zu konzentrieren.

Behandelte ThematikenDaten der Sitzungen des begleitenden AusschussesVeröffentlichte Dokumente

Präsentation der Ergebnisse der Fokusgruppen und der Empfehlungen der CWaPE

28.11.2016Protokoll der Sitzung vom 28.11.2016
Empfehlungen Budgetzähler-Studie 2016
Unterstützung der Präsentation 28.11.2016

Präsentation der Ergebnisse der Umfrage

15.09.2016Protokoll der Sitzung vom 15.09.2016
Unterstützung der Präsentation 15.09.2016

Präsentation der Studie der CWaPE

23.06.2016Protokoll der Sitzung vom 23.06.2016
Unterstützung der Präsentation 23.06.2016

Präsentation des Fragebogens der Umfrage

Quantitative Bewertung - Ablauf des Übergangs von Budgetzähler auf den Leistungsbegrenzer

21.04.2016Protokoll der Sitzung vom 21.04.2016
Unterstützung der Präsentation 21.04.2016

Präsentation der verschiedenen Ansätze der CWaPE

22.01.2016Protokoll der Sitzung vom 22.01.2016
Unterstützung der Präsentation 22.01.2016